Rettungsgasse richtig bilden: Polizei.news erklärt Regeln, Fehler und Folgen im Stau

DerToni alias Antonio Spitaleri, Markenbotschafter von Polizei.news, hat am Sonntag, 8. Februar 2026, eine Live-Fahrt genutzt, um ein zentrales Verkehrsthema aufzugreifen: die richtige Bildung der Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstrassen.

Auf der Strecke von Pfäffikon in Richtung Chur erklärte er, warum die Rettungsgasse Leben retten kann – und weshalb sie in der Praxis immer noch zu oft falsch oder gar nicht gebildet wird.

Wann eine Rettungsgasse gebildet werden muss

Kernbotschaft des Livestreams: Eine Rettungsgasse ist nicht erst dann Pflicht, wenn Blaulicht oder Sirene zu sehen bzw. zu hören ist, sondern bereits, sobald der Verkehr stockt oder zum Stillstand kommt. Sie muss also frühzeitig gebildet werden, spätestens bei Schrittgeschwindigkeit, und so lange bestehen bleiben, bis der Verkehr wieder normal fliesst.



Auf zweispurigen Autobahnen bedeutet das: Die Fahrzeuge auf der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links, jene auf der rechten Spur soweit nach rechts – die Gasse entsteht in der Mitte. Auf Autobahnen mit drei oder mehr Fahrstreifen gilt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren nach links, alle übrigen Spuren rücken geschlossen nach rechts.

Typische Fehler und ihre Folgen

Im Live-Stream schildert DerToni, dass die Regeln eigentlich einfach seien, in der Praxis aber häufig missachtet werden: Rettungsgassen werden zu spät oder gar nicht gebildet, Fahrzeuge blockieren die Mitte oder nutzen die Gasse, um an der Kolonne vorbeizufahren. Solches Verhalten ist verboten und kann den Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten massiv verzögern – im schlimmsten Fall mit Folgen bis hin zu Leben und Tod.

Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einer Ordnungsbusse rechnen; wer Einsatzfahrzeuge behindert oder die Rettungsgasse missbraucht, riskiert deutlich höhere Bussen und administrative Massnahmen bis hin zum Führerausweisentzug. „Die Rettungsgasse ist nicht dazu da, um schneller aus dem Stau zu kommen, sondern damit Helfer rechtzeitig ankommen“, lautet die klare Botschaft.

Schutz für Verunfallte und Einsatzkräfte

DerToni erinnert daran, dass jede Verzögerung bei schweren Unfällen entscheidend sein kann: Rettungswagen, Notärzte, Feuerwehr und Polizei müssen den Ereignisort schnell erreichen können, um Verletzte zu versorgen, Brände zu bekämpfen oder die Unfallstelle zu sichern. Die Rettungsgasse schützt dabei nicht nur Betroffene, sondern auch die Einsatzkräfte, die oft in unübersichtlichen und gefährlichen Situationen arbeiten müssen.

Im Live-Bild zeigte sich auf der Gegenfahrbahn, dass trotz stockendem Verkehr keine Rettungsgasse gebildet wurde – ein Beispiel dafür, wie sehr Theorie und Praxis auseinandergehen können. Genau hier sieht DerToni den Auftrag von Polizei.news: auf Missstände aufmerksam machen, erklären und sensibilisieren.

Auffrischung statt Belehrung

Der Markenbotschafter betonte, dass es nicht darum gehe, Autofahrer zu belehren, sondern Wissen regelmässig aufzufrischen. Vergleichbar mit einem Lernprozess präge sich die richtige Reaktion – „links nach links, rechts nach rechts“ – erst durch Wiederholung ein. Hinweise auf Fahrzeugen („Rettungsgasse bilden“) oder klare Kampagnen können helfen, das Thema im Alltag präsent zu halten.

Zum Abschluss der Fahrt erinnerte DerToni die Zuschauerinnen und Zuschauer daran, aufmerksam zu bleiben und bei ersten Anzeichen von stockendem Verkehr sofort zu reagieren. Wer rechtzeitig eine Rettungsgasse bildet, leistet einen direkten Beitrag zur Sicherheit auf den Strassen – und kann im Ernstfall mit wenigen Metern Platz den entscheidenden Unterschied machen.

 

Quelle: DerToni/Polizei.news-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild © elmar gubisch/Shutterstock.com

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