Musik auf dem E-Scooter? Polizei erklärt, wann Kopfhörer zum Problem werden

(Uster ZH). Darf man auf dem E-Scooter Musik hören? Grundsätzlich ja – entscheidend ist, dass der Verkehr weiterhin wahrgenommen werden kann.

Die Stadtpolizei Uster erinnert daran, dass Hupen und Sondersignale von Einsatzfahrzeugen hörbar bleiben müssen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Musik hören: Auf dem E-Scooter grundsätzlich möglich
  • Entscheidend: Der Verkehr muss weiterhin hörbar sein
  • Wichtig: Hupen und Sondersignale von Einsatzfahrzeugen müssen wahrgenommen werden können
  • Folge: Bei eingeschränkter Wahrnehmung kann eine Teilschuld angerechnet werden

Wer mit dem E-Scooter Musik hört, muss weiterhin aufmerksam am Verkehr teilnehmen können. Die Lautstärke sollte deshalb so gewählt werden, dass wichtige Geräusche aus der Umgebung nicht ausgeblendet werden.



Dazu gehören insbesondere Hupen sowie die Sondersignale von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Wer solche Warnzeichen wegen zu lauter Musik oder Kopfhörern nicht wahrnimmt und deshalb nicht rechtzeitig reagiert, kann sich bei einem Unfall rechtlich Nachteile einhandeln.

Die Stadtpolizei Uster weist deshalb darauf hin: Musik ist auf dem E-Scooter nicht das eigentliche Problem – kritisch wird es dann, wenn die Aufmerksamkeit oder die Wahrnehmung des Strassenverkehrs darunter leidet.


Polizei.news informiert

🎧 Kopfhörer sind nicht pauschal verboten – die Aufmerksamkeit zählt

Für E-Trottinette gelten im Strassenverkehr im Wesentlichen die gleichen Regeln wie für Velos. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob Kopfhörer getragen werden, sondern ob die fahrende Person ihr Fahrzeug sicher beherrscht und dem Verkehr genügend Aufmerksamkeit schenkt.

Die Verkehrsregelnverordnung schreibt vor, dass die Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte nicht beeinträchtigt werden darf. Musik darf also nicht so laut sein, dass Warnsignale, andere Verkehrsteilnehmende oder eine Gefahr zu spät bemerkt werden.

Praktisch heisst das: Lautstärke tief halten, Umgebung weiter aktiv wahrnehmen und das Smartphone während der Fahrt nicht bedienen. Die BFU weist darauf hin, dass Ablenkung die Reaktionszeit verlängert und damit das Unfallrisiko erhöht.


 

Quelle: Stadtpolizei Uster / Polizei.news
Bildquelle: Symbolbild © ViewApart/iStock.com

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