Drei Autos kollidieren auf Hauptstrasse: Fünf Verletzte, zwei Wagen stürzen Abhang hinab

(S-chanf GR). Am Donnerstag ist es auf der Hauptstrasse in S-chanf zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Personenwagen gekommen.

Fünf Personen wurden verletzt.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Engadinerstrasse H27 bei S-chanf, Kanton Graubünden.
  • Zeitpunkt: Donnerstag, 29. Oktober 2026, kurz nach 15 Uhr.
  • Unfall: Kollisionen zwischen drei Personenwagen.
  • Unfallhergang: Nach ersten Erkenntnissen geriet ein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn.
  • Verletzte: Fünf Personen, darunter ein Kleinkind.
  • Schwerste Verletzung: Ein 44-jähriger Deutscher wurde mittelschwer verletzt.
  • Weitere Verletzte: Vier Personen erlitten leichte Verletzungen.
  • Fahrzeuge: Alle drei Autos total beschädigt.
  • Rettung: Rettung Oberengadin und Rettungsdienst Zernez.
  • Spitaltransport: Alle fünf Verletzten ins Spital nach Samedan gebracht.
  • Verkehr: Umleitung über S-chanf und Zuoz bis kurz vor 17 Uhr.
  • Feuerwehr: Feuerwehr Plaiv zur Sicherung der Unfallstelle im Einsatz.

Drei Autos kollidieren auf der Engadinerstrasse H27

Ein 62-jähriger Schweizer fuhr kurz nach 15 Uhr auf der Engadinerstrasse H27 von Zuoz in Richtung Zernez. Nach ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Graubünden kollidierte sein Auto auf der Gegenfahrbahn mit dem eines 35-jährigen Italieners. Dessen Fahrzeug geriet über den rechten Fahrbahnrand und kam in einem steilen Abhang zum Stehen. Das Auto des Schweizers kollidierte anschliessend frontal mit dem nachfolgenden Fahrzeug eines 44-jährigen Deutschen. Dieses geriet ebenfalls über den rechten Fahrbahnrand, überschlug sich mehrmals und kam auf dem Dach zum Stillstand.



Unfallfolgen und Arbeiten auf der Unfallstelle

Der Deutsche wurde mittelschwer verletzt. Seine Mitfahrerin und ein Kleinkind sowie der Schweizer und der Italiener erlitten leichte Verletzungen. Je ein Team der Rettung Oberengadin sowie des Rettungsdienstes Zernez betreuten die Verletzten vor Ort und verbrachten sie ins Spital nach Samedan.

Aufgrund der Unfallmeldung und zur Sicherung der Arbeiten auf der Unfallstelle stand die Feuerwehr Plaiv im Einsatz. Bis kurz vor 17 Uhr wurde der Verkehr über S-chanf und Zuoz umgeleitet. Anschliessend konnte die Strasse wieder für den Verkehr freigegeben werden, obwohl die Bergung eines der drei total beschädigten Fahrzeuge noch andauerte.

 

Quelle: Kantonspolizei Graubünden
Bildquelle: Kantonspolizei Graubünden


Polizei.news informiert | Verkehrsunfälle und Erste Hilfe

Verkehrsunfall auf einer Bergstrasse: So helfen Sie richtig und schützen sich selbst

Ein Verkehrsunfall auf einer Bergstrasse stellt Beteiligte und Ersthelfende vor besondere Herausforderungen. Enge Fahrbahnen, unübersichtliche Kurven und steile Böschungen können die Rettung erschweren. Entscheidend ist deshalb ein systematisches Vorgehen: zuerst die eigene Sicherheit gewährleisten, anschliessend die Unfallstelle sichern, Hilfe alarmieren und verletzte Personen betreuen.

1. Unfallstelle sichern – besonders auf kurvigen Strassen

Halten Sie bei einem Unfall möglichst an einer sicheren Stelle an und schalten Sie die Warnblinkanlage ein. Tragen Sie nach Möglichkeit eine Warnweste und achten Sie auf den nachfolgenden Verkehr. Stellen Sie das Pannendreieck mit ausreichend Abstand zur Unfallstelle auf. Auf unübersichtlichen Strassenabschnitten muss die Warnung so früh erfolgen, dass andere Verkehrsteilnehmende rechtzeitig reagieren können.

Vermeiden Sie es, sich auf der Fahrbahn oder unmittelbar hinter einer Kurve aufzuhalten. Suchen Sie einen geschützten Standort, von dem aus Sie die Unfallstelle überblicken können, ohne selbst gefährdet zu sein.

Auf Bergstrassen können zusätzliche Gefahren durch steile Abhänge, loses Gestein oder absturzgefährdete Fahrzeuge entstehen. Begeben Sie sich nicht eigenmächtig in einen steilen Hang, wenn dadurch eine Absturzgefahr besteht. Solche Rettungen gehören in die Hände entsprechend ausgerüsteter Einsatzkräfte.

2. Rettungskräfte alarmieren und den Standort beschreiben

Bei einem Verkehrsunfall mit Verletzten kann der Rettungsdienst in der Schweiz über die Nummer 144 alarmiert werden. Die Polizei ist unter 117 erreichbar, der europäische Notruf unter 112.

Nennen Sie möglichst genau, wo sich der Unfall ereignet hat. Auf ausserörtlichen Strassen helfen Strassennummern, die Fahrtrichtung, nahegelegene Ortschaften, Kilometerangaben oder GPS-Koordinaten. Teilen Sie mit, wie viele Fahrzeuge beteiligt sind und wie viele Menschen möglicherweise Hilfe benötigen.

Beschreiben Sie erkennbare Gefahren wie Rauch, auslaufende Betriebsstoffe, blockierte Fahrbahnen oder Fahrzeuge in einer Böschung. Beantworten Sie die Fragen der Notrufzentrale und beenden Sie das Gespräch erst, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

3. Verletzte betreuen – wann ein Fahrzeug nicht verlassen werden sollte

Nach einer heftigen Kollision können Verletzungen vorliegen, die von aussen zunächst nicht sichtbar sind. Sprechen Sie betroffene Personen an, prüfen Sie die Atmung und leisten Sie Erste Hilfe im Rahmen Ihrer Kenntnisse. Bei fehlender normaler Atmung ist unverzüglich mit Wiederbelebungsmassnahmen zu beginnen und den Anweisungen der Notrufzentrale zu folgen.

Besteht der Verdacht auf Verletzungen der Wirbelsäule, sollten Betroffene möglichst wenig bewegt werden. Eine sofortige Rettung aus dem Fahrzeug kann jedoch notwendig sein, wenn eine unmittelbare Lebensgefahr besteht, etwa durch Feuer oder eine akute Absturzgefahr. Dabei darf die eigene Sicherheit nicht gefährdet werden.

Achten Sie insbesondere auf Kinder und andere besonders schutzbedürftige Personen. Beruhigen Sie die Betroffenen und schützen Sie sie vor Kälte, soweit dies gefahrlos möglich ist. Auch Personen, die zunächst unverletzt wirken, sollten nach einer schweren Kollision auf Beschwerden und mögliche Veränderungen ihres Zustands achten.

Gut zu wissen: Nach einem Verkehrsunfall können Unfallfahrzeuge durch ihre Lage oder beschädigte Bauteile instabil sein. Besonders bei Fahrzeugen in einer Böschung oder auf dem Dach ist Vorsicht geboten. Wer sich einem solchen Fahrzeug nähert, muss mögliche Bewegungen des Fahrzeugs und Gefahren durch das Gelände berücksichtigen.

Warum der genaue Standort wichtig ist: Auf längeren Pass- und Talstrassen kann eine ungenaue Ortsangabe zu Verzögerungen bei der Suche nach der Unfallstelle führen. Die Standortfunktion eines Smartphones kann helfen, genaue Koordinaten an die Rettungsleitstelle zu übermitteln.

Praktischer Tipp: Führen Sie im Auto eine Warnweste, ein griffbereites Pannendreieck, einen Verbandskasten und ein aufgeladenes Mobiltelefon mit. Überprüfen Sie vor längeren Fahrten durch Bergregionen, ob Ihre Ausrüstung vollständig ist. Bei einem Unfall gilt: Eigenschutz vor Fremdrettung.

Weitere Informationen: Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) erklärt das richtige Verhalten bei Unfällen und Pannen. Weitere Hinweise zur Unfallprävention finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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