Einbruchserie: Zwei Rumänen (33 und 37) bei Tat in Firma auf frischer Tat gefasst

(Kanton SG). Zwischen Mittwoch- und Donnerstagmorgen (05.11.2026) ist es zu mehreren Einbruchdiebstählen im Kanton St.Gallen gekommen.

Unbekannte Täterschaften brachen unter anderem in drei Baustellen und drei Einfamilienhäuser ein. In der Stadt St.Gallen konnte durch die Stadtpolizei zwei Täter beim Einbruchdiebstahl in eine Firma an der Letzistrasse festgenommen werden.

Polizei.news | Kanton St.Gallen | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ereignis: Mehrere Einbruchdiebstähle im Kanton St.Gallen.
  • Zeitraum: Zwischen Mittwoch und Donnerstagmorgen, 5. November 2026.
  • Betroffene Objekte: Drei Einfamilienhäuser, drei Baustellenmagazine beziehungsweise Baucontainer sowie eine Firma.
  • Gossau: Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Fürstenlandstrasse; rund 4’000 Franken Sachschaden.
  • Muolen: Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Grosswiesstrasse; Bargeld und Schmuck gestohlen, rund 5’000 Franken Sachschaden.
  • Bronschhofen: Einbruch in ein leer stehendes Einfamilienhaus am Bildweg; rund 1’500 Franken Sachschaden.
  • St.Gallen: Zwei Baustellenmagazine an der Rorschacher Strasse aufgebrochen; Werkzeug und Geräte im Wert von über 1’000 Franken gestohlen.
  • Zuzwil: Baucontainer an der Oberdorfstrasse aufgebrochen; Werkzeug im Wert von rund 2’000 Franken gestohlen.
  • Weitere Tat in St.Gallen: Einbruch in eine Firma an der Letzistrasse.
  • Festnahmen: Zwei rumänische Staatsangehörige im Alter von 33 und 37 Jahren.
  • Polizeieinsatz: Stadtpolizei St.Gallen nahm die beiden Männer auf frischer Tat fest.
  • Ermittlungen: Kantonspolizei St.Gallen.
  • Wichtig: Ob die Festgenommenen mit den weiteren Einbrüchen in Verbindung stehen, geht aus der Meldung nicht hervor.

In Gossau brach eine unbekannte Täterschaft ein Fenster eines Einfamilienhauses an der Fürstenlandstrasse auf und durchsuchte die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen. Es muss noch geklärt werden, was hierbei gestohlen wurde. Es entstand Sachschaden in der Höhe von rund 4’000 Franken.

In Muolen wurde ein Kellerfenster eines Einfamilienhauses an der Grosswiesstrasse aufgebrochen und die Räumlichkeiten durchsucht. Die unbekannte Täterschaft stahl Bargeld und Schmuck in noch unbekannter Höhe. Es entstand Sachschaden in der Höhe von rund 5’000 Franken.

In Bronschhofen wurde die Eingangstür eines Einfamilienhauses am Bildweg aufgebrochen. Da das Einfamilienhaus leer stand, dürfte die Täterschaft ohne Deliktsgut geflohen sein. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von rund 1’500 Franken.

In St.Gallen brach eine unbekannte Täterschaft zwei Baustellenmagazine an der Rorschacher Strasse auf. Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken. Zudem wurden Werkzeug und Geräte von über 1’000 Franken gestohlen.

In Zuzwil wurde an der Oberdorfstrasse ein Baucontainer aufgebrochen, wobei geringer Sachschaden entstand und Werkzeug im Wert von rund 2’000 Franken gestohlen wurde.

Am Mittwochabend (04.11.2026), kurz vor 18:15 Uhr, wurde der Einsatzzentrale der Stadtpolizei St.Gallen einen Einbruch in eine Firma an der Letzistrasse gemeldet. Durch mehrere Patrouillen der Stadtpolizei St.Gallen konnten vor Ort ein 37-jähriger und ein 33-jähriger Rumäne in flagranti angehalten und festgenommen werden. Die beiden Männer wurden der Kantonspolizei St.Gallen übergeben, welche die weiteren Ermittlungen tätigt.

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei St.Gallen


Polizei.news | Einbruchschutz für Häuser und Baustellen

Einbrüche in Häuser und Baustellen: So schützen Sie Ihr Eigentum

Einfamilienhäuser und Baustellen stellen unterschiedliche Anforderungen an den Einbruchschutz. Während in Wohnhäusern häufig Bargeld, Schmuck und elektronische Geräte gefährdet sind, können auf Baustellen hochwertige Werkzeuge, Maschinen und Baumaterialien gestohlen werden. Neben dem Verlust der Gegenstände entstehen oft erhebliche Schäden an Türen, Fenstern und Einrichtungen. Mit einer Kombination aus mechanischen Sicherungen, aufmerksamen Nachbarn und klaren Kontrollabläufen lässt sich das Einbruchrisiko reduzieren.

1. Fenster und Türen wirksam sichern

Einbrecher suchen häufig nach möglichst leicht zugänglichen Schwachstellen. Dazu gehören ältere Fenster, unzureichend gesicherte Eingangstüren und schlecht geschützte Nebeneingänge. Besonders Kellerfenster, Terrassentüren und rückwärtige Gebäudezugänge verdienen Aufmerksamkeit. Einbruchhemmende Beschläge, geeignete Schlösser und geprüfte Sicherheitselemente können den gewaltsamen Zutritt deutlich erschweren. Entscheidend ist, dass Fenster und Türen vollständig geschlossen werden. Ein gekipptes Fenster bietet kaum wirksamen Schutz gegen Einbruch.

2. Auch Keller und Nebenräume kontrollieren

Kellerfenster, Lichtschächte und Nebeneingänge werden beim Einbruchschutz manchmal übersehen. Gerade wenig einsehbare Bereiche können jedoch Schwachstellen darstellen. Lichtschächte sollten mit geeigneten Sicherungen versehen werden. Bei Kellerfenstern ist auf stabile Rahmen und ausreichenden Widerstand gegen Aufhebeln zu achten. Auch Verbindungstüren zwischen Garage, Keller und Wohnbereich gehören in ein Sicherheitskonzept. Eine gute Beleuchtung kann den Schutz ergänzen, ersetzt aber keine mechanischen Sicherungen.

3. Wertgegenstände nicht offen aufbewahren

Bargeld, Schmuck und andere wertvolle Gegenstände sollten nicht leicht zugänglich oder gut sichtbar aufbewahrt werden. Für besonders wertvolle Besitztümer kann ein geeigneter, fachgerecht befestigter Tresor sinnvoll sein. Hilfreich ist ausserdem eine Dokumentation wichtiger Gegenstände. Dazu gehören Fotos, Kaufbelege, Seriennummern und besondere Erkennungsmerkmale. Im Fall eines Diebstahls können diese Informationen die polizeilichen Ermittlungen und die Abwicklung mit der Versicherung erleichtern. Eine aktuelle Wertsachenliste sollte sicher und möglichst zusätzlich digital geschützt aufbewahrt werden.

4. Baustellencontainer und Magazine abschliessen

Auf Baustellen befinden sich häufig teure Maschinen, Elektrowerkzeuge und andere wertvolle Materialien. Solche Gegenstände sollten nach Arbeitsende möglichst in gesicherten Containern oder abschliessbaren Magazinen aufbewahrt werden. Wichtig sind stabile Türen, geeignete Verriegelungen und widerstandsfähige Schlösser. Besonders hochwertige Geräte sollten nicht direkt hinter leicht zugänglichen Türen gelagert werden. Wenn möglich, können zusätzliche Sicherungen innerhalb des Containers den Abtransport erschweren. Auch die regelmässige Kontrolle von Schlössern und Scharnieren ist sinnvoll.

5. Werkzeuge und Maschinen eindeutig kennzeichnen

Für Handwerksbetriebe kann der Verlust hochwertiger Werkzeuge erhebliche Kosten verursachen. Deshalb sollten Geräte möglichst eindeutig dokumentiert werden. Seriennummern, Modellbezeichnungen und Fotos erleichtern die Identifizierung. Zusätzlich kann eine dauerhafte, geeignete Eigentumskennzeichnung sinnvoll sein. Eine aktuelle Inventarliste hilft, fehlende Gegenstände schnell zu erkennen. Besonders bei wechselnden Baustellen ist es wichtig, festzuhalten, welche Geräte sich an welchem Standort befinden und wer dafür verantwortlich ist.

6. Zugang zu Baustellen kontrollieren

Ein gut organisiertes Baustellengelände erschwert unbefugten Personen den Zutritt. Wo es die örtlichen Verhältnisse erlauben, können stabile Bauzäune, verschlossene Tore und kontrollierte Zufahrten eingesetzt werden. Verantwortliche sollten festlegen, wer Zugang zum Gelände erhält und wer nach Arbeitsende die Sicherungen überprüft. Auch Schlüssel und Zugangscodes müssen sorgfältig verwaltet werden. Eine geeignete Beleuchtung kann besonders an wenig einsehbaren Stellen hilfreich sein. Bei grösseren Baustellen können ergänzend Alarmanlagen oder andere technische Schutzmassnahmen sinnvoll sein.

7. Nachbarn können verdächtige Vorgänge früh bemerken

Aufmerksame Nachbarn können beim Einbruchschutz eine wichtige Rolle spielen. Ungewöhnliche Geräusche, eingeschlagene Scheiben oder verdächtige Aktivitäten auf einem normalerweise geschlossenen Betriebsgelände können Anlass sein, genauer hinzusehen. Wer konkrete Hinweise auf einen laufenden Einbruch beobachtet, sollte unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 117 verständigen. Hilfreich sind Angaben zum Ort, zur Uhrzeit, zu Personen und möglichen Fahrzeugen. Verdächtige sollten jedoch nicht eigenständig verfolgt oder festgehalten werden. Die eigene Sicherheit hat Vorrang.

8. Nach einem Einbruch keine Spuren verändern

Wer einen Einbruch entdeckt, sollte die Polizei verständigen und den Tatort möglichst unverändert lassen. Beschädigte Türen, Fenster, Schränke und andere Gegenstände können wichtige Spuren enthalten. Räumen Sie deshalb nicht vorschnell auf und berühren Sie verdächtige Gegenstände möglichst nicht. Besteht der Verdacht, dass sich die Täterschaft noch im Gebäude befindet, sollten Sie dieses nicht betreten. Ziehen Sie sich an einen sicheren Ort zurück und informieren Sie die Polizei. Nach Abschluss der polizeilichen Arbeiten können Schäden dokumentiert und die notwendigen Reparaturen veranlasst werden.

Gut zu wissen: Ein Einbruch verursacht häufig deutlich höhere Kosten als den reinen Wert der gestohlenen Gegenstände. Beschädigte Türen, zerstörte Fenster und notwendige Reparaturen können erhebliche zusätzliche Ausgaben verursachen. Bei Gewerbebetrieben kommen möglicherweise Arbeitsunterbrüche und die Kosten für Ersatzgeräte hinzu. Ein wirksamer Einbruchschutz sollte deshalb sowohl das Eindringen erschweren als auch mögliche finanzielle Folgen berücksichtigen.

Praktischer Tipp: Nehmen Sie sich einmal im Monat Zeit für einen kurzen Sicherheitsrundgang. Überprüfen Sie Fenster, Kellerzugänge, Türen und Schlösser. Auf Baustellen sollten zusätzlich Container, Magazine, Werkzeugbestände und Zugangstore kontrolliert werden. Halten Sie fest, wer die letzte Schliesskontrolle übernimmt, und lassen Sie festgestellte Schäden zeitnah beheben. Wer hochwertige Gegenstände besitzt, sollte zudem Fotos, Seriennummern und Kaufbelege sicher aufbewahren.

Weitere Informationen: Hinweise zum Schutz vor Einbrüchen in Wohnhäuser, Baustellen und Gewerbebetriebe finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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