Schweizer Armee: Militärpolizistin lebt ihren Traum – vom Krimi-Fan zur Hauptfeldweibelin

Valentina Vantaggio wollte schon als Kind Polizistin oder Soldatin werden – heute ist sie Hauptfeldweibel und Unteroffizierin der Militärpolizei.

Die 24-Jährige aus Neuenburg erzählt, weshalb sie sich für die Armee entschieden hat und warum sie ihren Beruf mit grosser Leidenschaft ausübt.

Vom Kindheitstraum zur Militärpolizei

Valentina Vantaggio wurde in Neuenburg als Tochter einer Familie aus Apulien geboren. Inspiriert von Krimiserien wie «Navy CSI» oder «FBI» träumte sie schon früh davon, Polizistin oder Soldatin zu werden. Nach einer pädagogischen Ausbildung arbeitete sie zunächst ein Jahr als Lehrerin, bevor sie sich nach dem Orientierungstag für die Rekrutierung bei der Armee entschied.

Ihre militärische Laufbahn führte sie von der Rekrutenschule über die Unteroffiziersschule der Infanterie bis zur Ausbildung als Berufsunteroffizierin. Während dieser Zeit arbeitete sie bereits in der Gendarmerie der Militärpolizei.

Schutz von Militäranlagen und internationalen Anlässen

Heute schützt Valentina Vantaggio gemeinsam mit ihren Kameradinnen und Kameraden Militärinfrastrukturen wie Flugplätze und Logistikcenter. Zudem unterstützt sie die Sicherheit an internationalen Konferenzen und übernimmt Schutzaufgaben für wichtige Persönlichkeiten.

«Ich gebe nie auf. Ich liebe den Kontakt mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen sowie den Anspruchsgruppen. Sozialkompetenz und ein guter Umgang mit Menschen sind in diesem Beruf unerlässlich. Mich für die Schweiz einzusetzen, macht mir Freude», sagt die Hauptfeldweibelin.

Sport als wichtiger Bestandteil

Sport spielt für Valentina seit jeher eine zentrale Rolle. Die leidenschaftliche Badmintonspielerin schätzt besonders, dass in der Armee körperliche Fitness und Teamarbeit gefördert werden.

«Wie im Sport motiviere ich meine Kameradinnen und Kameraden gerne und ziehe die ganze Gruppe mit», erklärt sie.

Frauen in der Armee

Valentina Vantaggio ist überzeugt, dass gemischtgeschlechtliche Teams hervorragende Leistungen erbringen. Frauen, die sich für eine militärische Laufbahn interessieren, rät sie, sich gut auf die körperlichen und mentalen Anforderungen vorzubereiten.

«Seid ihr von Sport begeistert, dann seid ihr genau richtig! Dank der Armee habe ich mich besser kennengelernt, ich habe meine Grenzen entdeckt und mir Kompetenzen angeeignet, die mich weiterbringen», sagt sie.

Diskriminierung oder Sexismus habe sie in ihrer bisherigen Laufbahn nicht erlebt: «Davon habe ich nie etwas gespürt. Es reicht, klare Grenzen zu setzen, und diese werden nie überschritten. In der Armee gilt das Prinzip der Nulltoleranz.»

Blick in die Zukunft

Für die Zukunft wünscht sich Valentina Vantaggio einen Einsatz im Schweizer Kontingent im Kosovo und möchte später Gruppenchefin werden. Privat träumt sie von einer eigenen Familie.

«Mein Beruf und eine Familie sind vereinbar, es ist vor allem eine Frage der Organisation mit dem Partner», sagt sie.

Das vollständige Gespräch mit Valentina Vantaggio ist im Podcast der Serie #IchBinDabei zu hören.



 

Quelle: Kommunikation Verteidigung VBS
Bildquelle: © VBS/DDPS

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