Über 27'000 Velounfälle pro Jahr: Suva warnt vor Nässe, Laub und Dunkelheit auf Strassen

(Schweiz). Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt.

Damit wird es auf Schweizer Strassen früher dunkel. Gleichzeitig erhöhen Nässe und Laub die Sturzgefahr. Die Suva zeigt, wie Velo- und E-Bike-Fahrende sicherer unterwegs sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeitumstellung: Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Unfälle: Jährlich mehr als 27’000 Velounfälle bei Schweizer Arbeitnehmenden im Strassenverkehr
  • Herbstmonate: Durchschnittlich 6’770 dieser Unfälle von September bis November
  • Gefahren: Nasses Laub, feuchte Strassen und schlechtere Sicht
  • Prävention: Licht, reflektierende Kleidung, Helm und angepasstes Tempo
  • Digitale Hilfe: Suva-App „Cycle Track“

Jährlich verunfallen mehr als 27 000 Schweizer Arbeitnehmende mit dem Velo im Strassenverkehr. Das zeigen die Unfallzahlen der SSUV (Sammelstelle für Statistik der Unfallversicherungen UVG) im Durchschnitt in den Jahren 2020 bis 2024. 6770 dieser Velounfälle ereignen sich in den Herbstmonaten September, Oktober und November.

Sichtbar und vorausschauend unterwegs

Im Herbst kommen mehrere Risiken zusammen. Nasses Laub, feuchte Strassen und schlechte Sichtverhältnisse erhöhen das Sturz- und Unfallrisiko. Besonders auf schattigen Abschnitten, Brücken, Waldwegen und Kurven ist erhöhte Vorsicht wichtig. Die Suva empfiehlt deshalb:

  • Licht einschalten, helle oder reflektierende Kleidung sowie Velohelm tragen. Reflektoren am Velo verbessern die Sichtbarkeit zusätzlich.
  • Vorausschauend und bremsbereit fahren. Bei Nässe und Laub früher und sanfter bremsen.
  • Tramgleise möglichst im rechten Winkel überqueren.
  • Genügend Zeit für die Velofahrt einplanen und die Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen. Das gilt besonders für E-Bikes.
  • Nicht durch Handy oder Kopfhörer ablenken lassen.

„Viele dieser Unfälle liessen sich vermeiden“, sagt Andrea Lenz, Kampagnenleiterin der Suva. „Gerade im Herbst lohnt es sich, das eigene Fahrverhalten bewusst zu überprüfen. Oft reichen schon kleine Anpassungen bei Tempo, Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit.“

Mehr Sicherheit beim Velofahren mit der App „Cycle Track“

Die App „Cycle Track“ unterstützt Velo- und E-Bike-Fahrende dabei, sicherer unterwegs zu sein. Sie gibt Tipps zum sicheren Fahren und zeichnet Fahrten auf. Zudem zeigt sie heikle Stellen oder Unfall-Hotspots. So können Nutzerinnen und Nutzer ihr Fahrverhalten überprüfen und anpassen.

Polizei.news informiert | Herbstsicherheit auf dem Velo

Drei Gefahren, die Velofahrende im Herbst leicht unterschätzen

1. Nasses Laub verdeckt Hindernisse: Unter einer Laubschicht können Randsteine, Schlaglöcher oder rutschige Markierungen verborgen sein. Reduzieren Sie das Tempo rechtzeitig und vermeiden Sie starkes Bremsen oder abrupte Lenkbewegungen auf Laub.

2. Tramgleise können das Vorderrad einklemmen: Überqueren Sie Schienen möglichst im rechten Winkel und ohne starke Lenkbewegungen. Bei Nässe können zusätzlich die Metallschienen rutschig sein.

3. Die App gehört während der Fahrt in die Tasche: Nutzen Sie „Cycle Track“ zur Auswertung vor oder nach der Fahrt. Wer unterwegs aufs Display schaut, verliert wertvolle Aufmerksamkeit für den Verkehr.

Extra-Tipp: Prüfen Sie vor der nächsten Herbstfahrt Beleuchtung, Bremsen und Reifendruck. Eine kurze Kontrolle kann gerade bei Regen und Dunkelheit viel bewirken.

 

Quelle: Suva
Bildquelle: Suva