Halloween steht vor der Tür: Polizei warnt vor Kindern auf der Strasse und mahnt zur Vorsicht

(Kanton St.Gallen SG). Am Samstag, 31. Oktober 2026, ziehen an Halloween wieder viele verkleidete Kinder durch die Wohnquartiere und rufen „Süsses oder Saures!“.

Die Kantonspolizei St.Gallen mahnt Autofahrende zu besonderer Vorsicht, weil Kinder im Dunkeln unvermittelt die Strasse überqueren können.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anlass: Halloween am Samstag, 31. Oktober 2026.
  • Region: Kanton St.Gallen.
  • Polizeihinweis: Besondere Vorsicht im Strassenverkehr.
  • Gefahr: Kinder können bei Dunkelheit unvermittelt die Strasse überqueren.
  • Empfehlung: Geschwindigkeit anpassen und besonders in Wohnquartieren aufmerksam fahren.
  • Tradition: Kinder ziehen als Hexen, Geister und Monster verkleidet von Haus zu Haus.
  • Radar: Kantonspolizei verweist auf die aktuellen Standorte ihrer semistationären Messanlagen.

Halloween: Kleine Hexen, Geister und Monster unterwegs

„Süsses oder Saures!“ wird es morgen wieder aus vielen hellen Kinderstimmen erklingen.

Was einst als Brauch aus Europa nach Nordamerika gelangte, fand vor rund 30 Jahren seinen Weg zurück in die Schweiz. Laut dem Kulturwissenschaftler Konrad Kuhn verbreitete sich Halloween über Frankreich zunächst in der Westschweiz und anschliessend in der Deutschschweiz.

Seither sind auch bei uns jedes Jahr kleine Hexen, Geister und Monster im Dunkeln unterwegs.

Kantonspolizei mahnt zur Vorsicht in Wohnquartieren

Deshalb gilt besonders in Wohnquartieren: aufmerksam bleiben, Geschwindigkeit anpassen und jederzeit mit Kindern rechnen, die unvermittelt die Strasse überqueren.

Aktuelle Radarstandorte der Kantonspolizei St.Gallen

Die Kantonspolizei St.Gallen verweist zudem auf die aktuellen Standorte ihrer semistationären Messanlagen.

Informationen zu Polizeimeldungen und Verkehrssicherheit finden Sie bei Polizeinews St.Gallen und Verkehrsmeldungen Schweiz.

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen (bearbeitet von Polizei.news)
Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen


Polizei.news informiert | Halloween und Verkehrssicherheit

Halloween im Dunkeln: So kommen kleine Hexen und Geister sicher nach Hause

Halloween ist für viele Kinder ein besonderer Abend. Mit Kostümen, Laternen und Süssigkeitentaschen ziehen sie durch die Nachbarschaft. Dabei geraten sie jedoch häufiger als gewöhnlich bei Dunkelheit in den Strassenverkehr. Gerade dunkle Verkleidungen, eingeschränkte Sicht durch Masken und die Aufregung beim Sammeln von Süssigkeiten können zusätzliche Risiken schaffen. Mit einigen einfachen Massnahmen lässt sich der Abend sicherer gestalten.

1. Kostüme sichtbar machen – ohne auf den Gruselspass zu verzichten

Schwarze Umhänge, dunkle Hexenkleider und Gespensterkostüme gehören für viele Kinder zu Halloween. Im Strassenverkehr sind dunkle Verkleidungen allerdings problematisch, weil sie bei schlechten Lichtverhältnissen leicht übersehen werden.

Reflektierende Elemente anbringen: Reflektorbänder an Armen und Beinen, reflektierende Aufkleber auf Kostümen oder eine auffällige Süssigkeitentasche können helfen, Kinder für Autofahrende besser sichtbar zu machen. Besonders wirksam sind reflektierende Elemente, wenn sie sich beim Gehen bewegen.

Licht mitnehmen: Eine kleine Taschenlampe oder ein geeignetes LED-Licht erleichtert die Orientierung und verbessert die Sichtbarkeit. Bei Verkleidungen mit langen Umhängen oder weiten Stoffen sollte darauf geachtet werden, dass Kinder nicht darüber stolpern.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) weist darauf hin, dass helle Kleidung in der Dunkelheit aus einer grösseren Entfernung erkannt wird als dunkle Kleidung. Reflektierende Materialien verbessern die Erkennbarkeit zusätzlich deutlich.

2. Strassen sicher überqueren und Kinder begleiten

Wer von Haus zu Haus unterwegs ist, muss immer wieder Strassen und Einfahrten überqueren. Besonders kleinere Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen herannahender Fahrzeuge noch nicht zuverlässig einschätzen.

Gemeinsam unterwegs sein: Jüngere Kinder sollten von einer erwachsenen Person begleitet werden. Vereinbaren Sie mit älteren Kindern feste Wege, eine Rückkehrzeit und klare Regeln zum Überqueren von Strassen.

Am Strassenrand anhalten: Vor dem Überqueren immer stehen bleiben, den Verkehr beobachten und erst losgehen, wenn die Fahrbahn sicher frei ist. Auch an Fussgängerstreifen sollten Kinder warten, bis Fahrzeuge tatsächlich angehalten haben.

Masken und Sichtfeld: Verkleidungen dürfen die Sicht nicht unnötig einschränken. Grosse Masken mit kleinen Sehöffnungen können dazu führen, dass Kinder Fahrzeuge oder Hindernisse zu spät erkennen. Gesichtsschminke ist häufig eine praktischere Alternative.

Erinnern Sie Kinder daran, nicht plötzlich zwischen parkierten Autos auf die Strasse zu treten. Besonders an Einfahrten, Kreuzungen und schlecht beleuchteten Strassenabschnitten ist erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.

3. Autofahrende: In Wohnquartieren besonders aufmerksam sein

Während Halloween können Kinder auch dort unterwegs sein, wo normalerweise am Abend nur wenige Fussgänger anzutreffen sind. Autofahrende sollten deshalb besonders vorausschauend fahren.

Tempo frühzeitig reduzieren: Fahren Sie in belebten Wohnquartieren besonders langsam und halten Sie sich jederzeit bremsbereit. Passen Sie die Geschwindigkeit an Sichtverhältnisse, Strassenbreite und Personenaufkommen an.

Parkierte Fahrzeuge beachten: Kinder können hinter Autos, Hecken oder anderen Sichthindernissen hervortreten. Halten Sie deshalb ausreichend seitlichen Abstand und rechnen Sie auch an scheinbar ruhigen Stellen mit unerwarteten Bewegungen.

Ablenkungen vermeiden: Verzichten Sie während der Fahrt auf die Bedienung des Mobiltelefons und andere ablenkende Tätigkeiten. Kontrollieren Sie zudem, ob die Fahrzeugbeleuchtung eingeschaltet ist und die Scheinwerfer sauber sind.

Besondere Vorsicht ist auch beim Rückwärtsfahren und beim Verlassen von Parkplätzen geboten. Kinder können sich im toten Winkel aufhalten und sind aufgrund ihrer Körpergrösse nicht immer direkt erkennbar.

Gut zu wissen: Nach Angaben der BFU sind Personen mit heller Kleidung bei Dunkelheit im Vergleich zu dunkel gekleideten Personen bereits aus etwa der doppelten Entfernung erkennbar. Mit reflektierenden Materialien kann die Sichtbarkeit noch weiter verbessert werden.

Ein sicherer Halloween-Rundgang: Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern eine Route durch vertraute, gut beleuchtete Quartierstrassen festlegen. Idealerweise müssen dabei nur wenige stark befahrene Strassen überquert werden. Eine Begleitperson sollte bei jüngeren Kindern jederzeit in der Nähe bleiben.

Praktischer Tipp: Machen Sie vor dem Losziehen einen kurzen Sichtbarkeitstest: Lassen Sie Ihr Kind mit vollständiger Verkleidung in einigen Metern Entfernung im Dunkeln stehen und beleuchten Sie es mit einer Taschenlampe. So erkennen Sie, ob die Reflektoren gut sichtbar sind oder weitere Elemente angebracht werden sollten.

Weitere Informationen: Praktische Sicherheitstipps für Familien, Fussgänger und Autofahrende finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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